war schon im herbst 2008 mal in der planung: ein kaminofen für unser wohnzimmer.
jetzt, ende oktober haben wir uns endlich so ein teil zugelegt. nicht so ein teures „vieh“ vom ofenstudio, sondern erstmal einen 195 euronen ofen aus dem baumarkt. war eher so ein spontankauf, obwohl wir vorher schon mal mit unserem schwarzen mann (schornsteinfeger), die sache mit dem ofen bequatscht haben.

der kaminofen von hornbach
ausgangslage: altes haus mit zur zeit zwei nicht benutzten, aus backstein gemauerten kaminen. für unsere neu installierte ölbrennwert-heizung haben wir einen separaten edelstahlkamin installiert.

von der revisionsklappe in den schornstein fotografiert. wenn´s so aussieht, ist´s schon mal gut und der kamin zumindest frei
nachdem nun der neugekaufte kaminofen den weg in unser wz gefunden hat und ich in der betriebsanleitung geblättert habe und auch so einiges im netz gelesen habe, kamen doch noch ein paar fragen bzgl. abständen zu brennbaren teilen, einbau allgemein usw. auf.
deshalb vor dem einbau lieber nochmal den schorni kontaktiert, der kam auch heute prompt und hat nochmal ein wenig licht ins dunklel gebracht.
in der beschreibung stand, dass die rückwand des ofens mindestens 35 cm abstand zur wand haben sollte. das erschien selbst dem schorni etwas viel und ausserdem hätten wir dann noch eine kaminrohrverlängerung von ein paar zentimetern benötigt.

standard kaminrohranschluss von praktiker (20 % gespart)
deshalb haben wir uns dann darauf geeinigt, das kaminrohr (umgangssprachlich ofenrohr) so einzubauen, dass es mit dem standardanschlussstück passt (also ohne verlängerung). da komme ich so auf 30 zentimeter abstand zur wand. sieht auch besser aus, so rein optikmässig. ausserdem beziehen sich die 35 cm mindestabstand nur auf brennbare teile.

hier soll der ofen mal stehen, audrey muss weichen
dann hatte ich ein bisschen bammel, dass unser schornstein zu kurz sein könnte, weil ich etwas von mindestens vier metern von eingang ofenrohr in den kamin bis oberkante kamin gelesen hatte. der herr feger meinte, wenn der kamin nach einbau gut „zieht“, würde auch unsere kaminlänge von ca. 3,50 m ausreichen. im allerschlimmsten fall gibt´s aber auch schornsteinverlängerungen, die nicht so immens teuer sind.
der schornsteinfeger riet mir, das loch für´s ofenrohr mit einer kernbohrung machen zu lassen. würde schneller gehen und mache weniger dreck.
ich hatte dem feger vorher erzählt, das ich das loch gerne selber machen würde.
das halte ich nämlich für nicht allzu schwierig: ausmessen, anzeichnen, ein paar löcher in das angezeichnete „rund“ bohren, bisschen mit hammer und meisel die backsteine bearbeiten und dann das rohranschlussstück mit feuerfestem mörtel einbauen.
werde auf jeden fall über den weiteren verlauf der einbauaktion berichten.
übrigens: der feger war sehr nett und hat natürlich auch nix für die beratung verlangt. naja,irgendwie verständlich. falls mal das monopol bei denen wirklich fallen sollte, möchten die ja auch weiterhin ihre jetzigen kunden behalten.
ausserdem verdient er ja auch wieder, wenn er unseren ofen ab- und in betrieb nimmt. das kostet so ca.127 euro. ist aber wahrscheinlich von bundesland zu bundesland unterschiedlich.